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Klimaschutz im Bauwesen – Wir wollen mit unserer Arbeit als Architektinnen einen Beitrag dazu leisten, die durch das Bauwesen verursachten Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Wir setzen auf kluge Raumkonzepte, rezyklierbare Konstruktionen und einen sparsamen Ressourcenverbrauch.
Unser Fokus I Atelier Équilibre
Bei unserem Beitrag zum Ideenwettbewerb für das Areal Wolf in Basel haben wir den Masterplan der SBB in Frage gestellt und vorgeschlagen, zwei Hallen mit riesigen Beton-Strukturen weiterzunutzen und aufzustocken. Dabei sollen Bauteile aus dem Areal und der nahen Umgebung wiederverwendet werden.
Das Terrassenhaus Im Gwad, ein Holzbau aus den 1940er-Jahren, wurde durch die Dämmung der Gebäudehülle energetisch ertüchtigt und mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgestattet, die im Sommer auch kühlen kann. Ausserdem sorgen natürliche Materialien wie Weisstannenholz und Lehmputz für ein sehr gutes Raumklima, auch bei Hitze.
Bauen im Bestand – Statt Gebäude abzureissen befassen wir uns lieber mit dem gebauten Bestand und entwickeln ihn einzigartig spezifisch weiter. Die Bausubstanz unserer Projekte stammt aus unterschiedlichen Epochen, die durch ein durchdachtes Konzept sinnstiftend und funktional in Einklang gebracht werden – «Sowohl-als-auch» statt «Entweder-oder».
In Olten sanieren wir ein wunderschönes Altstadthaus. Wir nutzen die Chance der Strangsanierung, um die Bäder und Küchen in den beiden Wohnungen auch räumlich beachtlich aufzuwerten. Mit differenziertem Blick wollen wir die unterschiedliche Lebensdauer der Bauteile jeweils ausreizen können und Sanierungszyklen trennen.
An der Seestrasse haben wir schon im Bestand unterschiedliche Epochen vorgefunden (1909 und 1991), die es mit unserem Eingriff 2026 zusammenzubinden galt. Die Baugeschichte wird weitererzählt.
Das Terrassenhaus Im Gwad ist Teil einer Siedlung aus den 1940er-Jahren, steht heute unter kantonalem Denkmalschutz und wurde entsprechend sorgfältig saniert. Denkmalpflege erachten wir als bedeutende und durchaus kreative Aufgabe.
Erhalt von Freiräumen – Flächeneffiziente und nachverdichtete Gebäude lassen Freiräume für die Natur und somit für Biodiversität, die wir gezielt fördern möchten. Bislang beschränken sich all unsere Umbauten auf bereits überbauten Raum, ohne neue Flächen zu versiegeln.
Das Freiraumkonzept an der Sallenbachstrasse sieht eine biologische Aufwertung der Rasenflächen vor: Zusätzliche Baumgruppen und Einzelbäume werden angepflanzt, die grosszügigen Freiflächen werden ökologisch aufgewertet durch hohe Blumenwiesen.
Am Idaplatz haben wir vorgesehen, die asphaltierten Flächen im Hof zu entsiegeln und auf der Dachterrasse üppige Begrünung zu ermöglichen und damit einen qualitätvollen Aussenraum für die Bewohnerschaft zu kreieren.
Bei der Umnutzung des früheren Hotels Rothaus an der Zürcher Langstrasse geht es darum, unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zusätzlichen qualitätvollen Wohnraum zu schaffen. Hier entsteht eine hohe Dichte auf kleinem Raum.
Soziale Robustheit – Wir legen einen besonderen Fokus auf die Bedeutung von Architektur für die Gesellschaft und für den einzelnen Menschen.
Ausgangspunkt für das Projekt Leben an der Sihl war eine soziologische Untersuchung des Genius Loci. Inspirierende Gespräche mit den damaligen NutzerInnen der diversen Gebäude und Räumlichkeiten zeichneten das Bild ganz besonderer sozialer Qualitäten, die zum Leitthema des Architekturprojekts wurden.
Mit dem Erhalt von Gebäuden erhalten wir auch soziale Räume. Der Umbau an der Seestrasse erfolgt im bewohnten Zustand der unteren Geschosse – eine logistische Herausforderung, die wir gern annehmen.
Auch der Umbau auf der Forch erfolgte im teilweisen bewohnten Zustand. Hier haben wir ein Mehrgenerationenhaus geschaffen, durch ein IV-gerechtes Erdgeschoss und ein flexibles Schaltzimmer tauglich für verschiedene Lebenssituationen. Wir wollten der Bewohnerschaft überdies gezielt Möglichkeiten geben, sich ihren Lebensraum selbst gestaltend anzueignen. Dazu gehörten schon im Planungsprozess zahlreiche spielerische Workshops, um den verschiedenen Bedürfnissen Raum zu geben.
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