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Sanierung Wohnhochhaus, Sallenbachstrasse, Zürich

Ein Projekt als Sub-Planer für PEK Architekten AG: Wir planen die Gesamtsanierung einer Wohnhochhaus-Scheibe mit 72 Wohnungen, Teil einer Arealüberbauung aus den Jahren 1963/64 vom Architekturbüro H. Hochuli. Übergeordnetes Ziel der gesamten Fassadensanierung ist – neben der nötigen energetischen Verbesserung und einer Aufwertung der Wohnungen –, die gestalterische Qualität des Bestands zu erkennen und das ursprünglich bauzeitliche Architekturkonzept weiterzudenken. Verfremdungen der letzten Jahrzehnte werden dabei behoben. Neu wird die Gebäudehülle wieder weitgehend materialsichtig und in den für die 1960er-Jahren typischen Grautönen gestaltet, wobei Strukturelemente und Flächen nach ihrer Hierarchie und Lage im Licht unterschieden werden. Lebendig-farbige Elemente wie die Stoffmarkisen akzentuieren und brechen die Starre.

+  Programm: 72 Wohnungen

+  Bauherrschaft: K5 Immobilien AG, Uitikon

+  Architektur und Gesamtleitung: PEK Architekten AG, Zürich

+  Termine: 2025 bis 2026

+  Leistungen aé: Sub-Planung Vor- und Bauprojekt, Bewilligungsverfahren, Submissions- und Ausführungsplanung

+  In Zusammenarbeit mit Marcel Pola, Elisabeth Pola, Léonie Zelger, Zürich

+  Bauingenieur: HTB Ingenieure AG, Pfäffikon

+  HLKS und Brandschutz: HTR AG, Zürich

+  Elektro: q-si gmbh, Egg

+  Bauphysik: aundb bauphysik, Winterthur

+  Fotografie: Baugeschichtliches Archiv, Wolf-Bender's Erben

Die Gebäude stehen in einer grosszügigen, parkartigen Anlage ohne gegenseitige Verschattung. Vier nahezu baugleiche, zehngeschossige Hochhaus-Scheiben stehen orthogonal alternierend zu drei viergeschossigen Gebäudezeilen. Statt der nicht ausgeführten Luzerner Strasse bildet bis heute der Triemlifussweg das Rückgrat des Quartiers zwischen Friedhof Sihlfeld und Triemli. Er ist ein bedeutsamer städtischer Freiraum, durch den die Aussenräume zwischen den grossen baulichen Strukturen ineinander fliessen. Alter, wertvoller Baumbestand wurde in den letzten Jahren durch neue Pflanzungen ergänzt. Unsere Aussenramgestaltung führt dies fort: Zusätzliche Baumgruppen und Einzelbäume werden angepflanzt, die Freiflächen werden ökologisch aufgewertet durch hohe Blumenwiesen statt Rasen, der lediglich über der Tiefgarage zum Spielen belassen wird. Im Norden entsteht ein kleiner Kiesplatz. Die Hauszugänge werden neu verbunden und mithilfe einer parallel zum Gebäude liegenden, sich gut einfügenden Rampe IV-gerecht ausgebildet. Die mit charakterisch-bauzeitlichen Waschbetonplatten belegten Eingangsbereiche bleiben dabei von Grünflächen und heimischen Strauchgruppen umspielt.

Typisch für ihre Entstehungszeit: Als Kontext ist der effiziente Wohnungsbau in vorgefertigten Modulen zu verstehen. Zwei jeweils vierspännige Treppenhäuser erschliessen die ingesamt 72 Wohnungen mittlerer Grösse (2.5-3.5 Zimmer). Alle verfügen sie über Loggien, entweder mit Morgen- oder Abendsonne. Beide Hauptfassaden werden von einem strengen Raster aus horizontalen und vertikalen Elementen gebildet. Im Vordergrund liegen die durchlaufenden, geschlossenen Brüstungsbänder – konsequent sowohl vor den Loggien als auch vor den vorstossenden Wohnräumen. Hinter den Brüstungen springt die Fassade zurück, es entsteht der Eindruck eines hohen Öffnungsanteils und damit einer gewissen Durchlässigkeit und Tiefenwirkung. Die eigentlichen Fensteröffnungen und Balkontüren dahinter befinden sich in einer Lochfassade. Die Stirnfassaden im Norden und Süden sind weitgehend geschlossen und betonen gemeinsam mit den fragilen Balkontrennwänden den scheibenartigen Charakter des Hauses.

Im Westen wird das gesamte Brüstungsband um ca. 1.0 m nach aussen verschoben. Die Statik kann mittels betonierter Balkon-Trennwände gelöst werden, deren Last punktuell an der Fassade fundiert wird. Somit bleibt einerseits die elegante Vierteilung der Fassade erhalten, andererseits die schwebende Wirkung der horizontalen Bänder über dem grünen Freiraum. Im Osten bleibt der raffinierte Wechsel von Loggien und Wohnräumen erhalten. Die Brüstung wird nur um ca. 0.2 m nach aussen verschoben – das für die neue Aussenwärmedämmung erforderliche Mass. Die Brüstungsbänder werden optisch weiterhin durchgehend gestaltet. Somit bleibt die Hauptcharakteristik, eine ausgewogene Komposition von starken horizontalen und vertikalen Elementen, erhalten.

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